Francis Chan: Verfolgung von Christen

10. November 2013 0 Antworten von Simon

In der westlichen Christenheit ist es teilweise in Vergessenheit geraten, dass der christliche Glaube oft im Zusammenhang mit Leid steht, das durch gewaltsame Verfolgung durch Andersgläubige entsteht. Das folgende Video enthält Ausschnitte von der brutalen Verfolgung von Christen in Indien. Dies zu sehen, gibt einem zu denken; man kennt derartiges in der westlichen Welt kaum.

Das letzte Jahr habe ich von der Verfolgung von Pastoren, Missionaren und Christen im Allgemeinen in Indien gehört. Mein Herz wurde davon berührt, aber erst vor kurzem habe ich ein Video von der Verfolgung gesehen und ich war einfach nicht darauf gefasst.

Ich dachte, ich hätte verstanden, was dort passiert, aber dann habe ich das Video gesehen und ich wollte mich danach übergeben. Es hat mich dazu gebracht alles, wirklich alles, in meinem Leben zu hinterfragen – alles an mir, alles an der Gemeinde…

Als ich gesehen habe, wie diese Männer Gottes geschlagen werden…ich hatte noch nie gesehen, wie jemand totgeschlagen wird. Ich hatte noch nie gesehen, wie Menschen verfolgt werden. Ich habe noch nie einen gewalttätigen Tod gesehen. Wenn man dann die Realität sieht, macht das einen krank. Man weiß, was dort passiert, aber das zu sehen – ich kann es nicht erklären – aber es hat mich wirklich krank gemacht, über Leute nachzudenken, die mich erheben, weil ich kommunikativ begabt bin, oder andere Christen erheben, die gut singen können oder ein Instrument spielen können oder Autoren sind und wie diese Leute als Helden erhoben werden. Das Leben der Christen in Indien hingegen sieht aus wie das Leben Christi. Wenn wir einen populären Autor oder Redner zu unserem Helden machen, dann ist es leicht zu sagen: „Ich will so sein, wie er.“ Aber wenn wir uns diese Märtyrer anschauen, die für das Evangelium sterben und sie zu Helden erheben, müssen wir uns ständig fragen: “Will ich das sein?”

Ich hab mit den Menschen in Indien geredet, die das durchmachen und sie bitten nicht um Geld, sie bitten nur darum, dass wir uns an sie erinnern und für sie beten, weil sich viele aus Angst vom Christentum abwenden. Die Leute sagen ihnen, „wenn ihr euch vom Christentum abwendet, dann tun wir euch das nicht mehr an“. Die Christen haben Angst und sie bitten uns, dass wir für Mut für sie beten.

Ich weiß nicht, was für Emotionen bei euch hochkommen während ihr diese Bilder seht, aber was sie von uns bitten ist, dass wir das ins Gebet bringen. Ihr habt mich jetzt 3-4 Minuten reden gehört, könntet ihr die nächsten 3-4 Minuten für unsere Geschwister ernsthaft beten?

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Über den Autor

Simon Arnold, geboren 1986, ist seit Februar 2013 verheiratet mit Rebekka. Er bloggt regelmäßig auf unwisesheep.org und ist leidenschaftlicher Amateur-Fotograf bzw. -Übersetzer. Einem großen Publikum ist er v.a. als Betreiber eines youtube-Kanals bekannt. In seiner Freizeit hört er gerne Predigten, besonders von Paul Washer und James White, aber auch vielen anderen. Er besucht die Christengemeinde Ulm und arbeitet seit dem erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Seine Lieblingsbücher in der Bibel sind der Römer- und Hebräerbrief.
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