Joab: Ein Leben aus der eigenen Kontrolle heraus

08. März 2015 3 Antworten von Hanniel

Wenn das „Ich“ das Puzzleteil ist, das unser ganzes Leben zusammenhält

Vor einiger Zeit besuchte ich im Auftrag des Unternehmens, in dem ich arbeite, ein Seminar unter der Überschrift „Späte Freiheit“. 20 Menschen, die in wenigen Jahren in Rente gehen würden, nahmen teil. Zu Beginn zeigte die Referentin ein Bild mit einigen Puzzleteilen. Das zentrale Stück, das alle anderen Teile zusammenhielt, war mit „Beruf“ angeschrieben. Sie fragte die Teilnehmenden, was sich an diesem Bild ändere, nachdem sie in Rente gegangen seien. Die Teilnehmer dachten kurz nach. Dann meldete sich eine Frau zu Wort: „Dann kommt das ‚Ich‘ an die Stelle des Berufs.“ Ein allgemeines Nicken in der Runde folgte. Jetzt stelle man sich einmal vor, das zentrale Puzzleteil wäre mit „Gott“ überschrieben gewesen. Dann hätte sich mit der Rente nichts geändert! Wenn Gott das Zentrum unseres Lebens darstellt, dann gruppieren sich alle anderen Teile unseres Lebens darum herum.

Wir beschäftigen uns mit einem Lebensbild aus dem Alten Testament, Joab. Dieser Mann lebte zur Zeit von König David. Die Bibel zeichnet ein Bild von diesem Mann als jemandem, dessen Leben von seinem eigenen ICH zusammengehalten wurde. Wir betrachten sein Leben anhand von drei Stichworten:

  1. Terminator: Durchsetzungsstärke ohne Gottes Kraft
  2. Dominator: Kontrolle über das Umfeld ausüben
  3. Manipulator: Andere für die eigenen Zwecke benutzen

Figuren aus dem Alten Testament im Hinblick auf das Zentrum, Christus, lesen

Welcher Rahmen leitet mich beim Lesen von alttestamentlichen Geschichten an? Es besteht die Gefahr, die Figuren in „Gewinner“ und „Verlierer“ einzuteilen und ihre Geschichten als reinen Charakter-Verbesserungs-Ratgeber zu deuten. Es ist jedoch wichtig, die Geschichten im Hinblick auf das Zentrum der großen Geschichte Gottes, seiner Heilsgeschichte, zu deuten. Christus lehrte nach seiner Auferstehung die beiden Emmausjünger aus allen Schriften des Alten Testaments über das, „was sich auf ihn bezieht“ (Lk 24,26). In diesem Licht zeichnet sich ein wichtiges Prinzip ab: Indikativ vor Imperativ. Was heißt das? Jesus sagte zum religiösen Nikodemus, dass er Gottes Reich nicht sehe könne, wenn er nicht von neuem geboren würde (Joh 3,5). Paulus sagte in anderem Zusammenhang, dass wir aus unserem alten Leben heraus Gott nicht gefallen können (Röm 8,7). Das heißt, erst die neue Geburt durch die Kraft des Heiligen Geistes versetzt uns in die Lage, Gott zu gefallen (Indikativ). Der neue Mensch ist für Gottes Gebote ansprechbar (Imperativ) und kann ihm durch die Kraft des Heiligen Geistes gehorchen. Für diesen neuen Menschen dient das Lebensbild von Joab als Ansporn und Warnung.

Wer war Joab?

Joab war der Heerführer Davids. Es ist wichtig zu wissen, dass er mit seinem Herrn verwandtschaftlich verbunden war. Er war nämlich einer der drei Söhne Zerujas, der Schwester Davids (1Chr 2,16). David bezeichnete die drei Brüder an mehreren Stellen als „Söhne der Zeruja“. Die drei Männer dienten David während der Zeit der Verfolgung und später während seiner Königsherrschaft. Die zwei Brüder Joabs werden unter den Helden Davids aufgeführt (2Sam 23).

Joabs Portrait erscheint als „Nebenmelodie“ im Leben Davids. Auch wenn er während der gesamten 40-jährigen Regierungszeit Davids prominent in Erscheinung tritt, kommt ihm nie die Hauptrolle zu. Wenden wir uns jetzt einer ersten Schlüsselstelle seines Lebens zu:

Terminator: Durchsetzungsstärke ohne Gottes Kraft

„Und David und ganz Israel zogen nach Jerusalem, das ist Jebus; denn die Jebusiter wohnten dort im Land. Und die Bürger von Jebus sprachen zu David: Du wirst hier nicht hereinkommen! David aber eroberte die Burg Zion, das ist die Stadt Davids. Denn David sprach: Wer die Jebusiter zuerst schlägt, der soll Haupt und Oberster sein! Da stieg Joab, der Sohn der Zeruja, zuerst hinauf und wurde Hauptmann.“ (1Chr 11,4-6)

Am Anfang der Herrschaft Davids über ganz Israel steht eine wegweisende Eroberung. Jerusalem, mitten im Stammesgebiet Benjamins gelegen, war seit der Richterzeit Israel als Erbbesitz zugesprochen, jedoch nicht erobert worden (Ri 1,21). David nimmt diese Stadt ein, genauer gesagt sein Neffe Joab. Er zeigt sich als Mann der Tat und gewinnt den von David ausgeschriebenen Wettbewerb. Als Belohnung erhält er den Posten des Generals. Jeder Führer ist froh, wenn er einen solch durchsetzungsstarken Mann an seiner Seite hat. Da ist doch nichts auszusetzen, oder? Technisch und kämpferisch hatte er die Herausforderung brillant bewältigt.

Wenn wir Joab an dieser Stelle seinem Herrn gegenüberstellen, so fällt auf, was diesem fehlte. Am Ende seines bewegten Lebens sang David ein Siegeslied. Dankend blickte er auf die vielen Situationen zurück, in denen er bewahrt worden war. Er sang: „Du hast mich gegürtet mit Kraft zum Kampf; du hast unter mich gebeugt, die gegen mich aufstanden.“ (Ps 18,40) Das Lied beginnt mit den Worten: „Der Herr ist mein Fels, meine Burg und mein Retter; mein Gott ist mein Fels, in dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine sichere Festung.“ (Ps 18,3)

David bezieht sein ganzes Leben auf Gott, der ihm den Sieg geschenkt hatte. Gott ist das Subjekt des Lebens, nicht das eigene Ich. Bei Joab hätte das eher so geklungen: „Ich stelle mich stets auf eine Position, von der ich auf andere herunterblicken kann; ich verstärke täglich meine eigene Burg; ich rette mich selbst.“

Hier stellt sich die erste Frage: Sind wir es gewohnt, im „Joab-Modus“ zu laufen und die Dinge zu erledigen, die es zu erledigen gilt – ohne jedoch Gott miteinzubeziehen?[1]

Dominator: Kontrolle über das eigene Umfeld ausüben

Während der Dienstzeit als General gab es zwei Schlüsselmomente. Zweimal wurde die Position Joabs durch einen anderen fähigen Krieger und Führer in Frage gestellt. In jedem Leben gibt es Momente, in denen unsere Motive auf die Probe gestellt werden und dadurch an die Oberfläche gelangen. Die erste Bewährungsprobe stellte sich in der Begegnung mit dem Heerführer Sauls, Abner. Dieser leitete in den ersten Jahren der Herrschaft Davids den Widerstand der zehn Stämme an. Er erkannte aber, dass Gott David das Reich zugesprochen hatte und führte Verhandlungen mit David. Joab befand sich zu jenem Zeitpunkt auf einem Streifzug. Zurückgekommen, hörte er von dem Treffen mit David.

„Als nun Joab mit dem ganzen Heer kam, teilte man Joab mit: Abner, der Sohn Ners, ist zum König gekommen, und er hat ihn entlassen, so daß er in Frieden fortgegangen ist! Da ging Joab zum König hinein und sprach: Was hast du getan? Siehe, Abner ist zu dir gekommen! Warum hast du ihn ziehen lassen, daß er gehen kann, wohin er will? Du kennst doch Abner, den Sohn Ners; der ist gekommen, um dich zu überlisten und deinen Ausgang und deinen Eingang zu erkennen und alles zu erkunden, was du tust! Und als Joab von David hinausging, sandte er Abner Boten nach, und sie holten ihn vom Brunnen Sira zurück. Aber David wußte nichts davon. Als nun Abner wieder nach Hebron kam, führte ihn Joab beiseite in das Tor, um in der Stille mit ihm zu reden; und er stach ihn dort in den Bauch, daß er starb — wegen des Blutes seines Bruders Asahel.“ (2Sam 3,23-27)

Joab stellte seinen Herrn zur Rede. Er nahm die Sache zielstrebig an die Hand. Boten wurden ausgesandt, General Abner ins Revier zurück bestellt. Eine freundschaftliche Begegnung vortäuschend, brachte ihn Joab kaltblütig um. Die Bibel nennt uns den Grund dazu: Es ging um die Rache seines Bruders, der zuvor im Kampf von Abner getötet worden war. David sieht sich von seinem General vor vollendete Tatsachen gestellt. Er klagt: „Ich aber bin heute schwach, obwohl ich zum König gesalbt bin; und diese Männer, die Söhne der Zeruja, sind mir zu hart. Der Herr vergelte dem, der Böses tut, entsprechend seiner Bosheit!“ (2Sam 3,39)

Leider fehlte David die Durchsetzungsstärke seines Generals. Er war zu zögerlich und versagte in Momenten, in denen er hätte Verantwortung übernehmen müssen. Das entschuldigt Joab keineswegs.

Viele Jahre später gab es eine ähnliche Situation. Nachdem ein Sohn Davids, Absalom, gegen seinen Vater eine Revolte angezettelt und beinahe den Königsthron an sich gerissen hatte, musste David wiederum um seinen Thron kämpfen. Er bestellte einen neuen Mann, Amasa, zum Heerführer. Als Joab ihm begegnet, machte er kurzen Prozess.

„Als sie aber bei dem großen Stein bei Gibeon waren, kam ihnen Amasa entgegen. Joab aber war mit seinem Waffenrock bekleidet, und darüber war der Gurt für das Schwert, das an seiner Hüfte, in seiner Scheide, befestigt war. Als er nun hervortrat, fiel es heraus. Und Joab sprach zu Amasa: Geht es dir gut, mein Bruder? Und Joab fasste mit seiner rechten Hand Amasa beim Bart, um ihn zu küssen. Amasa aber achtete nicht auf das Schwert in Joabs Hand; und der stach ihn damit in den Bauch, dass sich seine Eingeweide auf die Erde ergossen; und er starb, ohne dass jener ihm noch einen Stich gab.“ (2Sam 20,8-10)

Joab lässt keinen Rivalen zu. Er nimmt die Sache in die eigene Hand. Die Macht muss um jeden Preis gesichert werden. Joab kann keinen Kontrollverlust zugestehen. Wieder wird der Gegner mit vorgetäuschter Freundlichkeit in die Falle gelockt und ermordet.

Stellen wir Joab erneut David gegenüber. David befindet sich auf der Flucht vor seinem Sohn Absalom. Nicht nur sein Thron, sondern sein Leben steht in Gefahr. Auf dem Weg tritt ihm ein Feind entgegen, um ihm zu fluchen. Abisai, Joabs Bruder, will diesen Feind daraufhin töten:

„Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, sprach zum König: Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen? Laß mich doch hinübergehen und ihm den Kopf abhauen! Aber der König sprach: Ihr Söhne der Zeruja, was habe ich mit euch zu tun? Lass ihn doch fluchen! Wenn der Herr zu ihm gesagt hat: Fluche dem David! — wer will dann sagen: Warum tust du dies? Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der von meinem Leib gekommen ist, trachtet mir nach dem Leben; warum nicht jetzt auch dieser Benjaminiter? Lasst ihn fluchen; denn der Herr hat es ihm geboten! Vielleicht wird der Herr mein Elend ansehen, und der Herr wird mir sein heutiges Fluchen mit Gutem vergelten!“ (2Sam 16,9-12)

David beweist nicht nur Größe. Er sieht vielmehr den größeren Rahmen des Geschehens. Es könnte sein, dass der Herr ihn fluchen ließ. Er übergab sich Gottes Hand und übergab ihm die Kontrolle. Gott die Möglichkeit zuzugestehen ihn zu züchtigen, half ihm, mit dem Kontrollverlust klar zu kommen.

Es stellt sich die zweite Frage: Sind wir es gewohnt, im „Joab-Modus“ zu laufen und keinen Kontrollverlust zuzulassen?

Manipulator: Andere für die eigenen Zwecke benutzen

Lasst mich an dieser Stelle einwerfen: Nicht alle Handlungen Joabs waren von der Sache her verkehrt. Im Gegenteil: Er beriet seinen Herrn immer wieder passend und brachte ihn auf den Boden der Realität zurück. Zwei Beispiele:

  1. Als die Männer Joabs gegen Absaloms Armee den Sieg errangen und von der Schlacht zurückkehrten, schenkte David dem Heldenmut seiner zahlenmäßig stark unterlegenen Männer keine Beachtung. Er zog sich zurück und trauerte um seinen Sohn Absalom – der übrigens durch Joabs Hand gefallen war (2Sam 18,14). Joab rüttelte David aus seiner Trauer auf und warnte ihn davor, mit seinem Verhalten seinen eben wieder gewonnenen Thron erneut aufs Spiel zu setzen (2Sam 19,6-7).
  2. Als David das Volk zählen wollte, suchte ihn Joab von seinem Vorhaben abzubringen (2Sam 24,3; interessanterweise sprach er von dem „Herrn, deinem Gott“). Das Nichtbeachten dieses Ratschlags stellte sich als verhängnisvoll heraus.

Das Problem Joabs bestand nicht in seiner Klarsicht und Handlungsstärke. Die Schwierigkeit zeigte sich vielmehr darin, dass diese sich „nicht mit dem Glauben verband“ (vgl. Hebr 4,2). Er schlug sich mit der eigenen Kraft durchs Leben, und dies überaus erfolgreich!

Wie stark er den Verlauf der Dinge zu steuern suchte, wird an der Stelle deutlich, als er sich bemühte, den verbannten Sohn und Thronfolger Absalom wieder in die Gegenwart Davids zu bringen. Er zögerte nicht zu manipulieren:

„Als aber Joab, der Sohn der Zeruja, merkte, dass das Herz des Königs sich zu Absalom neigte, da sandte er hin nach Tekoa und ließ eine kluge Frau von dort holen und sprach zu ihr: Stelle dich doch trauernd und ziehe Trauerkleider an und salbe dich nicht mit Öl, sondern stelle dich wie eine Frau, die lange Zeit um einen Toten Leid getragen hat. Dann sollst du zum König hineingehen und mit ihm so und so reden! Und Joab legte ihr die Worte in den Mund.“ (2Sam 14,1-3)

Dritte Frage: Laufen wir im „Joab-Modus“, in dem wir andere Menschen steuern, um unsere Ziele zu erreichen?

Joab und der wahre David

Stellen wir dieses Vorgehen dem wahren David, Jesus, gegenüber. Wir werden aufgefordert, in seinen Fußstapfen zu gehen, und zwar besonders in Situationen, in denen wir Unrecht leiden müssen.

„Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. »Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«; als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet.“ (1Petr 2,21-23)

Der wahre David schalt nicht, drohte nicht und rächte sich nicht selbst. Er übergab sich seinem Vater.

Das Leben vom Ende her sehen

Gehen wir an das Ende von Joabs Leben. Vor seinem Tod ordnete David an, dass sein Sohn Salomo Joab für seine beiden Morde töten solle (1Kön 2,4-6). Wir finden den stolzen Joab am Ende auf der falschen Seite: Er favorisierte Adonija als Thronfolger, obwohl Salomo bereits von David eingesetzt worden war (1Chr 23,1ff). Als sich das Blatt wendete, floh er zum Altar und hielt dessen Hörner fest. Ich sehe den ergrauten Krieger vor mir, wie er auf den Knien die Hörner des Altars umklammert. Er hatte sich von niemand in die Knie zwingen lassen. Gott brachte ihn zum Schluss seines Lebens an diesen unangenehmen Punkt. Er wollte sterben, wie er gelebt hatte – als Krieger. Mir scheint, als habe er auch am Ende des Lebens keinen „Raum zur Buße“ gefunden (vgl. Hebr 12,17). Das letzte Urteil steht mir nicht zu, das bleibt seinem Richter vorbehalten.

Die Kontrolle abgeben

Vielleicht geht es dir so wie mir: Ich sehe mich ertappt. Wir neigen dazu unser Leben selber zu kontrollieren und andere für unsere Ziele einzuspannen. Wie können wir aus einem Leben in der eigenen Kontrolle aussteigen?

  • Der Heilige Geist überführt uns von unserer Sünde. Diese besteht nicht nur aus verkehrten Handlungen, sondern auch aus fehl geleiteten Motiven. Ein zentrales Motiv ist der Eigenwille. Wir wollen die Kontrolle über uns und unser Umfeld behalten. Hier gilt es, dies vor Gott einzugestehen und als Sünde zu bekennen.
  • Leider können wir sogar auf unser Bekenntnis hin wieder sündigen. Das kann uns in Verzweiflung fallen lassen. Wir resignieren und lassen uns erneut in unserem gewohnten Verhalten treiben. Oder unser Stolz flackert auf – mit dem Resultat, die Kontrolle wieder zu übernehmen. Es ist ungemein tröstlich zu wissen, dass wir immer wieder vor Gott kommen und ihm unsere Sünde bekennen dürfen – gerade auch unseren Unwillen, uns ihm unterzuordnen. Jesus hat in seinem Leben Gottes Gesetz auch in diesem Punkt vollkommen gehalten, indem er sich seinem Vater unterordnete. Am Kreuz hat er für die Sünde des Eigenwillens bezahlt. Dadurch er ist unser „Anfänger und Vollender des Glaubens“ geworden (Hebr 12,2). Lassen wir uns also nicht entmutigen und immer wieder seine Vergebung suchen.
  • Ich glaube, dass die Versuchung, die Kontrolle über unser Leben zu behalten, uns bis zum Lebensende begleiten wird. Ich habe es mir deshalb zur Angewohnheit gemacht, mehrmals täglich um seine Hilfe zu flehen. Wie sollen wir es sonst lernen, dass er für uns kämpft? Wir wollen uns ihm unterwerfen, damit er uns zur rechten Zeit erhöht (1Petr 5,5-6).

 


[1] Hier gilt es zu betonen, dass ich nicht gegen Durchsetzungsstärke an sich auszusetzen habe. Ich bin sogar überzeugt, dass es in unseren Gemeinden an solchen Männern mangelt. Wo sind die mutigen Männer, die im Vertrauen auf Gott ihren Familien vorstehen, in der Gemeinde Verantwortung übernehmen, im Beruf ihren Mann stehen und als Staatsbürger gegen Unrecht aufstehen?

Menschen, Predigten

Über den Autor

Hanniel Strebel (1975), verheiratet mit Anne Catherine, fünf Söhne, Vielleser und regelmäßiger Blogger. Er ist Betriebswirt (FH), Theologe (MTh, USA) und hat vor kurzem in Systematischer Theologie promoviert. Gott hat das Thema „Lernen“ als roten Faden in sein Leben gelegt. Seine Frau und er unterrichten ihre Söhne zusammen privat.

Kommentare zu “Joab: Ein Leben aus der eigenen Kontrolle heraus”

  1. Ludwig says:

    spannend!! wollte schon immer mal mehr über Joab lernen. vielen Dank!

Pingbacks & Trackbacks zu “Joab: Ein Leben aus der eigenen Kontrolle heraus”

  1. Predigt: Joab – ein Leben aus der eigenen Kontrolle | Hanniel bloggt. says:

    […] die Predigt angehört werden; auf Josia – Truth for Youth ist die schriftliche Version veröffentlicht worden. Weitere Portraits sind unter Publikationen "Das Evangelium für das ganze Leben / […]

  2. Predigt: Vor wem lebe ich? – Hanniel bloggt. says:

    […] Joab: Ein Leben aus der eigenen Kontrolle heraus (1. Könige 2,1-6) […]

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