Buchrezension: „Der verschwenderische Gott“ (Tim Keller)

16. August 2015 1 Antwort von Rita

Zwei Brüder – beide haben dieselbe Motivation und das gleiche Ziel. Und das obwohl es auf den ersten Blick überhaupt nicht so scheint, da sie sich extrem gegensätzlich verhalten. Auf zwei unterschiedliche Arten benutzen Sie ihren Vater, um das zu bekommen, was sie wollen: den Reichtum und Besitz ihres Vaters….

Ein bekanntes Gleichnis…

In dem Buch „Der verschwenderische Gott“ legt Timothy Keller das wohl bekannteste Gleichnis der Bibel aus: Der verlorene Sohn. Im Lukas-Evangelium Kapitel 15,1-3; 11-32 wird beschrieben, dass Jesus viel Zeit mit verrufenen Leuten verbringt, weshalb sich die Pharisäer und Schriftgelehrten über ihn empören. Ihnen erzählt Jesus folgende Geschichte: ein Vater hatte zwei Söhne. Der jüngere Sohn forderte eines Tages seinen Erbteil bei seinem Vater ein. Dieser gab ihm seinen Anteil und so ging der jüngere Sohn weg von zu Hause und gab sein Erbe für alle möglichen Vergnügungen aus, bis er letztendlich im Schweinestall landete. Reumütig kehrte er nach Hause zu seinem Vater zurück, der ihn mit offenen Armen empfing und ein Fest für ihn veranstaltete. Dies wiederum machte den älteren Bruder sehr wütend, woraufhin er eine Diskussion mit seinem Vater anfing. Der Vater lädt auch ihn ein, am Fest teilzunehmen. Wie der ältere Sohn auf die Einladung reagiert, bleibt offen.

In den sieben Kapiteln des Buches, das vom Brunnen-Verlag herausgegeben wurde, werden die zentralen Inhalte der christlichen Botschaft auf einfache und eindrückliche Art und Weise dargestellt. Somit ist das Buch sowohl für Suchende als auch für Christen, die schon länger gläubig sind, sehr lesenswert. Es liefert viele Denkanstöße, da die verschiedenen Lebensweisen der Brüder genau beschrieben und mit anschaulichen Beispielen untermalt werden. So kann man sich an der einen oder anderen Stelle sehr gut selbst wiederfinden. Unter anderem werden folgende Punkte beleuchtet:

Es handelt sich um ZWEI verlorene Söhne

Nicht nur der jüngere Sohn, der offensichtlich verloren war, ist entfremdet vom Vater. Auch der ältere Sohn, der die ganze Zeit bei dem Vater zu Hause war, ist geistlich verloren. Beide rebellieren: der eine, indem er sehr böse ist; der andere, indem er extrem gut ist.

Das Gleichnis zeigt uns Gott als den LIEBENDEN VATER

Wie schon beschrieben ist das Gleichnis unter dem Namen „Der verlorene Sohn“ bekannt. Besser ist jedoch die Bezeichnung „Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater“. Denn Gott wird in der Geschichte als ein geduldiger und liebender Vater dargestellt. Er liebt seine beiden Kinder sehr. Er nimmt den Schmerz der zurückgewiesenen Liebe geduldig auf sich und hält an seiner Zuneigung zu seinen Söhnen fest. Es wartet auf sie und lädt sie zum Festmahl ein. Er will zu beiden eine Beziehung haben.

Das Gleichnis zeigt uns WAS SÜNDE IST

Die Sünde des jüngeren Bruders ist deutlich zu erkennen, da er sich nicht an die Verhaltensregeln gehalten und die Gebote übertreten hat. Bei dem älteren Bruder ist die Sünde schwerer festzustellen, weil er augenscheinlich alles richtig gemacht hat. Das Problem bei ihm ist sein Stolz auf seine moralischen Verdienste. Er ist blind für seinen wahren Zustand. Sein selbstgerechtes Leben führt ihn weg vom Vaterherz. Beide Brüder sündigen und sind somit verloren.

Das Gleichnis zeigt uns den WEG ZUR ERLÖSUNG

Die zwei Brüder gehen unterschiedliche Wege, die aber beide nicht richtig sind. Durch den Weg der Selbstentdeckung und den Weg der moralischen Anpassung wollen sie sich Kontrolle und Macht verschaffen. Jesus betont, dass dies falsch ist. Bei beiden ist eine Umkehr zum liebenden Vater notwendig. Nur durch Jesus ist Rettung möglich. Gott möchte uns seine Liebe und seine Gnade schenken. Jeder ist aufgerufen diese frohe Nachricht zu erkennen.

Fazit

„Der verschwenderische Gott“ ist ein echt empfehlenswertes Buch. Mir ist beim Lesen des Buches wieder wichtig geworden, dass Gottes Liebe und Gnade zu uns unendlich groß sind. Er lädt uns zu seinem Festmahl ein. Der einzige Weg zu ihm ist JESUS, alles andere sind geistliche Sackgassen.

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Über den Autor

Rita Nering, Jahrgang 1989, kommt aus Gifhorn und arbeitet dort in einer Arztpraxis. Zu ihren Hobbys gehören Volleyball, Musik und Reisen. Sie engagiert sich in ihrer Heimatgemeinde, der Evangelisch Lutherischen Christus Brüdergemeinde, im Teeny-Hauskreis und im Musikteam.

Kommentare zu “Buchrezension: „Der verschwenderische Gott“ (Tim Keller)”

  1. Johannes T. says:

    Hört sich an wie die optimale Urlaubslektüre 😉

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