Das Gebet der Priester und Leviten

02. April 2017 0 Antworten von Alexander

Ihr erinnert euch vielleicht noch an das letzte Mal, als wir dieses Kapitel betrachteten. Dabei ging es um das Gebet Hiskias. Hiskia war ein Reformator, der viel Gutes für das Reich Gottes getan hat. Gleich nach seiner Thronbesteigung setzte er die Priester und Leviten wieder in ihr Amt ein und kümmerte sich um die Wiederherstellung des Gottesdienstes im Tempel. Er feierte ausführlich das Passahfest mit vielen aus Israel und Juda und betete zu Gott, dass er auf das Herz des Volkes und nicht auf die unvollständige Reinigung achten und ihnen so seine Gnade zeigen sollte. In 2. Chronik 30,21-27 sehen wir, wie diese Reformation auch echte Auswirkungen auf das ganze Volk und die Priester hatte.

So feierten die Kinder Israels, die sich in Jerusalem befanden, das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit großer Freude. Und die Leviten und Priester lobten den Herrn alle Tage mit Instrumenten zum Preis der Macht des Herrn. Und Hiskia sprach allen Leviten Mut zu, die sich verständig erwiesen in der Erkenntnis des Herrn; und sie hielten Festmahle sieben Tage lang, und opferten Friedensopfer und priesen den Herrn, den Gott ihrer Väter. Und die ganze Gemeinde beschloss, noch weitere sieben Tage das Fest zu feiern, und so feierten sie noch sieben Tage lang ein Freudenfest; denn Hiskia, der König von Juda, spendete für die Gemeinde 1 000 Jungstiere und 7 000 Schafe. Und die Obersten spendeten der Gemeinde 1 000 Jungstiere und 10 000 Schafe. Und es heiligten sich viele Priester. Und die ganze Gemeinde von Juda freute sich und die Priester und Leviten und die ganze Gemeinde, die aus Israel gekommen war, auch die Fremdlinge, die aus dem Land Israel gekommen waren, und die in Juda wohnten. Es war aber große Freude in Jerusalem; denn seit der Zeit Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, hatte es etwas Derartiges nicht gegeben in Jerusalem. Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das Volk, und ihr Rufen wurde erhört, und ihr Gebet kam zu Seiner heiligen Wohnung, in den Himmel. (2. Chr 30,21-27)

Die Priester und Leviten üben ihr Amt nun wieder auf die richtige Art und Weise aus. Wir sehen, wie sie Gott loben zum Preis seiner Macht (V.21), wie die Leviten sich verständig erweisen in der Erkenntnis des HERRN (V.22), wie sie Friedensopfer darbringen und den HERRN preisen (V.22), wie sie sich heiligen (V.24), wie sie sich über die Feier des Passahfestes freuen (V.25). Sie segneten das Volk (V.27) und beteten als Amtsträger aufrichtig zu Gott, sodass ihr Gebet nicht an den Wolken kleben blieb, sondern wirklich zu Gottes heiliger Wohnung in den Himmel aufstieg!

Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das Volk, und ihr Rufen wurde erhört, und ihr Gebet kam zu Seiner heiligen Wohnung, in den Himmel. (2. Chr 30,27)

Wir haben hier die wichtige Information, dass es Priester aus dem Stamm Levi waren, so wie im Gesetz geschrieben war. Seit Jerobeams Götzendienst gab es leider auch Priester aus  anderen Teilen des Volkes. Seit Hiskias Reformation gab man aber wieder Acht auf Gottes Wort und ließ keine anderen Priester dienen als nur die aus dem Stamm Levi. Die Priester standen auf und segneten das Volk, so wie es ihre richtige Aufgabe und ihr Amt war. Der priesterliche Segensspruch (4. Mo 6,22-27)  bestand aus drei Teilen:

  • „Der HERR segne dich und behüte dich!“ Hier wird allgemein Gottes Segen und seine Bewahrung zugesprochen.
  • Dann geht es über zu einer Bitte um Gottes Gunst und Gegenwart: „Der HERR lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig!“
  • Dann endet der Segen im Höhepunkt mit einem Zuspruch des Friedens, den nur Gottes gnädige Gegenwart stiftet: „Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.“

Schließlich wurde „ihr Rufen […] erhört.“ Gemeint ist nicht, dass die Volksmenge die Worte akustisch hörte, sondern dass das Gebet von Gott dem HERRN erhört wurde! Die Segnung wurde in einer bittenden Art und Weise vorgetragen und war eine Bitte zu Gott um Segen! Solches Gebet, was von aufrichtigen und hingegebenen Herzen zu ihm gebetet wird, in Übereinstimmung mit seinem Wort, wird erhört. Wir wissen zwar nicht, wie das Gebet erhört wurde, aber wir wissen, dass es erhört wurde.

Lasst uns beten, dass wir auch so eine geistliche Einstellung des Herzens haben, die uns dahin führt, Gott zu suchen! Lasst uns Gott loben & preisen, dass er gnädig ist und Sünde vergibt (er gab deswegen seinen Sohn!) und uns darüber freuen! Lasst uns nach Gottes Wort mit Freimütigkeit und Zuversicht beten, weil Gott so ein Gebet erhört und es in seine heilige Wohnung im Himmel kommt!

Bibel/Nachfolge

Über den Autor

Alexander Hiller, Jahrgang 1988, studierte bis Juni 2013 Landschaftsarchitektur und arbeitet seitdem im Familienbetrieb (Garten- und Landschaftsbau) in Herborn-Hirschberg. Er ist seit 2010 mit Susanne verheiratet und Vater von zwei Kindern: Benaja (2011) und Ariel (2013). In seiner Freizeit engagiert er sich in der ERB-Wetzlar und dient der Gemeinde seit 2012 als Diakon. Er liest gerne Bücher, besonders die der Puritaner, und ist gerne draußen im Garten oder der Natur.
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