Neuer Chefredakteur: Interview mit Jonathan Malisi

13. Juni 2018 2 Antworten von Simon

Liebe Freunde,

Jonathan Malisi

Josia entwickelt sich mal wieder einen (kleinen) Schritt weiter.

Anfang Juni habe ich den Staffelstab als Chefredakteur unseres Blogs an einen – immerhin mehr als sechs Jahre jüngeren – Theologiestudenten weitergereicht: Jonathan Malisi. Er hat inzwischen die Verantwortung für die wöchentliche Veröffentlichung neuer Artikel übernommen.

Damit ihr ihn ein bisschen kennenlernen könnt, habe ich ihm einige Fragen gestellt. Wenn ihr ihn selber kontaktieren wollt, schreibt ihm einfach unter jonathan@josiablog.de.

Jonathan, sag ein paar Sätze zu dir selbst…

Ich heiße Jonathan Malisi, ich bin Jahrgang 1996 und habe zwei jüngere Geschwister. Aus Schwaben hat es mich vor einiger Zeit nach Hessen verschlagen. Denn seit dem Herbst 2016 studiere ich Theologie an der FTH in Gießen. Meine geistliche Heimat ist die Immanuelgemeinde in Wetzlar.

Wenn ich nicht gerade Bücher fürs Studium wälzen darf (was mir am meisten Spaß macht), liebe ich es Gespräche zu führen, mich anderweitig mit Freunden zu treffen, Predigten vorzubereiten oder mal übers Feld zu spazieren.

Wie bist du zum Glauben gekommen? Was heißt es für dich, Jesus nachzufolgen?

Ich bin in einem kirchlichen Umfeld aufgewachsen, in dem leider sehr selten das Evangelium gepredigt wurde. Oft habe ich in der Kinderkirche gehört, dass Gott uns unsere Schuld vergibt, aber Christsein vor allem darin bestehe, jetzt nett zu anderen zu sein und ein integres Leben zu führen.
Doch im Lauf der Jahre musste ich mehr und mehr erkennen, dass ich es nicht schaffe, so gut zu sein.
Also habe ich mir gesagt, dass ich das wohl ohne Gott hinkriegen muss.

Durch Gottes Führung durfte ich aber „zufällig“ in eine Gemeinde kommen, in der immer wieder über das Kreuz, Jesu Tod sowie das neue und gute Leben, das er so ermöglicht, gepredigt wurde. Über die Monate verstand ich so mehr und mehr vom Evangelium, bis Gott mir nach einem halben Jahr meine Augen für die Schönheit, Liebe und Güte von Jesus öffnete: Was ich nicht leisten kann, das hat Jesus schon lange für mich getan.

Jesus nachfolgen heißt für mich, jeden Tag mit diesem Wissen zu leben:

  1. Ich bin schwach, mache Fehler, sündige; Jesus ist gnädig und nimmt auch mich mit meinem Versagen an.
  2. Mein Leben will ich vor Gottes Angesicht führen. Was ich tue, denke und fühle soll ihn ehren. Ihm will ich danken und mein Leben für ihn führen.

Warum studierst du Theologie? Wie willst du dein Leben langfristig gestalten?

Ich bin immer wieder über eine Tatsache erstaunt: Gott spricht. Und das nicht auf mystische Weise, sondern in einfachen, menschlichen Worten. Als Theologe darf ich mich mit Gottes Wort, der Bibel, beschäftigen. Das ist oft sehr anstrengend, wenn man bspw. Vokabeln pauken muss, aber die Belohnung am Ende wiegt alles auf: Es ist so wunderbar, sehen zu dürfen, wie das Evangelium von Jesus Christus die ganze Bibel zusammenhält. Mit dem was ich lerne, möchte ich andere etwa durch Predigten für Gottes Reich begeistern und gemeinsam mit ihnen auf dem Weg mit Jesus bleiben und wachsen.

Momentan lote ich aus, ob ich meinen Mitchristen eher im akademischen Umfeld bspw. an einer Hochschule oder längerfristig in einer Gemeinde als Pastor dienen kann und soll.

Was motiviert dich, den Job als Chefredakteur bei Josia zu übernehmen?

An Josia gefällt mir, dass man sich zur Ortsgemeinde bekennt. Leute sollen durch die Arbeit des Netzwerks ermutigt werden, in ihren Gemeinden zu dienen, damit Gott dort sein Reich baut und Menschen Jesus kennen und lieben lernen.

Mit dem Blog ist Josia auch außerhalb der Konferenzen präsent. Mit den Beiträgen wollen wir junge Christen ermutigen und ihnen helfen, auch unter der Woche ein Leben in der Nachfolge Jesu zu führen. Als Christen brauchen wir gerade unter der Woche immer wieder das Evangelium, damit Gott unser Leben prägen und tiefgreifend verändern kann.

Welche Themen willst du in Zukunft auf dem Blog forcieren?

Oft teilen wir Christen unser Leben in einen „frommen“ (Gemeinde, Hauskreis, Familie…) und einen „säkularen“ Bereich (Uni, Schule, Arbeitsstelle, Sportverein…). Wir wollen deshalb Beiträge veröffentlichen, die uns jungen Christen helfen sollen, eine biblisch normierte Sicht auf unseren Alltag zu entwickeln. Wenn wir uns klar machen, was die Bibel zu bestimmten Themen sagt, können wir unser Gewissen von ihr prägen lassen. Dann kann Gott sich auch in den alltäglichen, kleinen Dingen unseres Lebens verherrlichen.

Kann man dich bei diesem Dienst unterstützen und wenn ja, wie?

Zuallererst immer mit Gebet, denn das ist unser größtes Vorrecht als Christen und es ermutigt immer zu wissen, dass wir füreinander bei Gott einstehen können.

Weitere Bitten an euch wären: Macht Josia unter Euren Freunden und Gemeinden bekannt. Nutzt dazu auch die Möglichkeit, euch in eurer Gemeinde von Declan besuchen zu lassen. Gebt uns über den Blog oder das Kontaktformular Feedback, was euch am Blog gefällt, aber auch, was wir besser machen können.

 

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Über den Autor

Simon Mayer, Jahrgang 1990, hat Elektrotechnik studiert und zwei Jahre als Ingenieur bei einem großen Bayrischen Automobilhersteller gearbeitet. Inzwischen absolviert er ein Praktikum in der Freien Evangelischen Gemeinde München-Mitte und studiert nebenher Theologie am Martin Bucer Seminar. Seit 2010 ist er verheiratet mit Simone. Wenn er nicht gerade mit redaktionellen Tätigkeiten für den Josiablog beschäftigt ist, eine Predigt vorbereiten darf oder versucht den riesigen Berg an Lektüre für sein Studium zu bewältigen, schaut er gerne mal einen Krimi mit seiner Frau, geht Joggen oder macht Musik.

Kommentare zu “Neuer Chefredakteur: Interview mit Jonathan Malisi”

  1. Ludwig says:

    Hi Jonathan,
    danke, dass Du diesen Dienst übernimmst!
    Gottes Segen und viel Freude bei dieser Arbeit.

    Liebe Grüße, Ludwig

  2. Hanniel says:

    Lieber Jonathan

    Ich freue mich sehr über die Stabübergabe!

    Dein Anliegen „eine biblisch normierte Sicht auf unseren Alltag zu entwickeln“ entspricht auch meinem!

    Herzlich
    Hanniel

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